Neuigkeiten und Wissenswertes

 Liebe Interessenten, liebe Teilnehmer/innen der Würdekompassgruppe,

das 9. Treffen der Potsdamer Würdekompassgruppe am vergangenen Freitag war wieder ein voller Erfolg im sich begegnen und erleben.

Unter den entsprechenden Maßnahmen wie Lüften, Abstand, Maske etc. fand das Treffen wieder in einer vertrauten Atmosphäre statt.

 

Nach den ersten Minuten des Ankommens stiegen wir gleich voll ein.

Von dem Begriff „Wert“ ging es gleich in die Vielfalt des Wortes „Wert“.

Begriffe wie Wertschätzung – bewerten – entwerten – minderwertig – verwerten –

auswerten etc. wurden lebhaft diskutiert.

 

Wie gehe ich mit Bewertung um? Wie viel Angst habe ich vor der Bewertung?

Wofür steht das Bewerten? Zur Orientierung? Zur Steigerung des Selbstwertes?

Braucht das „Ich“ eine Bewertung von außen? Wie bewerte/sehe ich mich im Inneren?

 

Die Antworten auf all die Fragen waren vielfältig. Von,

  • ja, ich benötige die Wertschätzung von Außen, um mich zu erkennen.Spiegelung.

  • ja, so lerne ich auch auf mich zu schauen und zu prüfen, ob ich Bewertung benötige

    oder

  • ja, ich habe die Möglichkeit zu prüfen wie mein Selbstwert im Verhältnis zur

    Bewertung von Außen ist. Bin ich es mir selbst wert so zu sein wie ich bin?

bis,

  • nein, ich fühle mich sonst verletzt

  • nein, ich will mich nicht immer schützen müssen vor der Bewertung der anderen.

 

Ich möchte so gesehen werden wie ich bin!!!

Ich bin liebenswert so wie ich bin!!!

Ich bin wie ich bin!!!

Ich möchte mich so wie ich bin richtig fühlen!!!

 

In unserem Gespräch war Authentizität ein wesentlicher Bestandteil des Ichs, um Bewertung von außen stehen lassen zu können. Das bedarf natürlich eines hohen Grades an Felt Sense. Inneres Gleichgewicht.

Also einem inneren Zustand des stabilen ganzheitlichen Empfindens. Ausgeglichenheit.

Je resilienter ein Nervensystem ist, desto eher ist es in der Lage nach einer Bewertung von außen bei sich zu bleiben. Eine Bewertung mal stehen lassen, aus-halten, die ausgelösten Emotionen durch Bewertung, ob positiv oder negativ, regulieren können.

 

Als schöner Beitrag wurde eine Kurzgeschichte vom Wolf vorgelesen. Mit dem wesentlichen Inhalt, dass in mir der Wolf steckt, den ich entweder mit positiven oder negativen Impulsen füttere. Das entscheidet jeder für sich allein (Selbstwirksamkeit).

Auch das ist (innere) Würde!

In diesem Kontext tauchte das Thema persönliche Entwicklung auf.

Aufgrund der Größe des Themas einigten wir uns auf eine dezente Berührung mit dem Thema.

In jedem von uns liegt ein Lebenskonzept. Wie möchte ich leben? Welche Wünsche/ Lebensziele/Absichten/Vorstellungen verfolge ich? Habe ich Ziele? Bin ich auf dem richtigen Weg? Meinem Weg? Mit mir und mit anderen?

 

Zusammenfassend waren wir uns einig, dass jede Entwicklung des Menschen folgende Reihenfolge durchlaufen darf.

 

Realitätsprüfung – Selbsterkenntnis – Endpunkt eines Lebensweges erkennen – loslassen von alten Gedanken und Absichten – betrauern – dann Innehalten, wo der nächste Lebensweg hinführt – dann sich versichern, spüren das der neue Weg sich richtig anfühlt – dann den Neuanfang wagen.

 

An dieser Stelle wurde u.a. das Shaolin-Prinzip erwähnt. Eine Methode, um einen

Neuanfang im Leben zu erkennen.

 

Diese sehr intensive Gesprächs-Zeit wurde für den Moment nachempfunden und in der Gruppe geteilt. Jeder konnte spüren wie viel Spannung dieses Thema in uns ausgelöst hat.

Ein Neuanfang wird immer von einer gewissen Unsicherheit begleitet. Weil alles Neue im Leben unbekanntes in sich trägt. Und alles, was wir nicht kennen oder keine Erfahrung im Leben machen konnten, macht unsicher.

Das mag unser Nervensystem nicht.

 

Richtig deutlich wurde die Entspannung als eine Tafel Schokolade die Runde machte.

Freude und Heiterkeit fanden einen sehr lebhaften Ausbruch in der Gruppe. Lecker !!!

In dieser Zeit konnte jeder wieder spüren wie sich Regulierung des Nervensystems anfühlt.

Nach dieser heiteren Pause wurde uns allen noch einmal deutlich, wie es sich anfühlen kann, in einer Gemeinschaft wie dieser, sich sicher fühlen zu können. Bei all der Individualität der Teilnehmenden konnte ein Gefühl des „ich fühle mich richtig wie ich bin“ erlebt werden. Individualität in dem Gefühl der Verbundenheit mit anderen wurde wieder einmal deutlich. Hier wurde nochmals herausgehoben, wie wirksam diese Begegnungen in der Würdegruppe sind.

Von wesentlichen Veränderungen im Leben bis hin zu ich nehme mich bewusster in dieser Gruppe wahr, wurde diese Initiative wieder einmal positiv gewürdigt.

 

Was für ein Geschenk. Dafür danke ich allen Teilnehmenden für dieses Erleben.

 

Zum Abschluss gab es noch Zeit, auf das Thema „Schule im Umbruch“ einzugehen.

Hierzu möchte ich allen Interessierten den folgenden Link mit auf den Weg geben.

www.lernen-im-aufbruch.de

 

Zum Abschluss möchte ich sagen. Es ist jeder herzlich Willkommen.

Ich freue mich jetzt schon auf das 10. Treffen am 13.8. um 14 Uhr am Neuen Markt 2.

 

Bis dahin.

Eine schöne und genussvolle Zeit wünscht, O. Bach