Beschwerdebilder und Behandlungsmethoden

Bei welchen Beschwerden hilft bzw. unterstützt die Physiotherapie?

Krankheitsbilder bei Erwachsenen

Die Vielfältigkeit der Erkrankung im Erwachsenenalter ist darin begründet, dass bei Erwachsenen häufig eine Chronifizierung der Erkrankung vorliegt. Die Hilfestellung kann erst spät erfolgen, weil die Unterstützung meist zu spät gesucht wird, oder sich der Patient nach längerer klassischer medizinischer Untersuchung und Behandlung sich hilflos an die Manuelle Medizin/Osteopathie wendet.


Somit wird deutlich, wie komplex und sehr sensibel vorgegangen werden muss um möglichst exakt und individuell das Leid des Patienten zu berücksichtigen.


Der Patient wird von mir als Ganzes betrachtet – untersucht- behandelt und begleitet. Physiotherapie ist bestrebt ein Optimum an struktureller Gesundheit zu entwickeln. Die Therapie findet immer in Abstimmung mit dem Patienten statt.


Die körperliche Untersuchung nimmt den Hauptteil der Behandlung ein um die wesentlichen Gründe der Beschwerden herauszufinden.


Die Beschwerden sind sehr vielfältiger Art, sodass nicht auf alle Krankheitsbilder eingegangen werden kann.


Die wesentlichen Probleme sind neben sämtlichen orthopädischen und internistischen Beschwerden :

  • chronische Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Chron. Nackenschmerz
  • Atypische Gesichtschmerzen
  • Kiefergelenksschmerzen
  • Schmerzen der HWS – BWS – LWS
  • Thoraxschmerz – Lungenerkrankungen
  • ungeklärte Oberbauch / Unterbauchschmerzen
  • nervöse Magen-Darmbeschwerden
  • Reizdarm / Reizblase
  • Prostatitis
  • chronischer Ischiasschmerz
  • chronischer Beckenschmerz
  • Beckenbodenschwäche etc.
  • etc.
  • Schulter / Ellenbogen / Hand , chronische Schmerzsyndrome ( Wirbelsäule, Gelenke, etc. )
  • Hüfte / Knie / Fuß – Schmerzen
  • Brust / Bauch – Schmerzen
  • Wirbelsäule / Wirbelsäulen-Beschwerden / -Erkrankungen ( Vermeidung von Bandscheiben-Operationen ) Blockierungen / Bandscheibenvorfälle
  • Kiefergelenksstörungen ( z.B. Bissstörung )
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • rheumatische Beschwerden
  • neurologische Beschwerden
  • venöse und lymphatische Störungen
  • schwere Lungen- und Bronchialerkrankungen
  • Allergien
  • frühkindliche Entwicklungsstörungen
  • Stresserkrankungen
  • Trauma

Die Methoden der Manuellen Medizin / Therapie / Osteopathie

Muskelenergietechniken ( MET )

Hier werden Gelenkfunktionsstörungen, auch der Wirbelsäule, durch Normalisierung der Muskelspannung, reguliert.

 

Myofasziale Techniken

Diese Technik dient der Wiederherstellung der faszialen Beweglichkeit. Hierdurch wird die Gewebsspannung reguliert, was zur Folge hat, dass ein optimaler Zustand des Stoffwechsels geschaffen wird.

Die Durchführung erfolgt durch dezente Zug und Drucktechniken im Gewebe.

 

Strain-Counterstrain Technik/Positional-Release- Technik

Triggerpunkte sog. „Chapman triggerpoints“ werden durch Lagerungstechnik und Gewebsbehandlung aufgelöst und entspannt.

 

Funktional Technik

Ist eine indirekte Technik, die über Reflexe am Rückenmark und zentralem Nervensystem wirken. Das Segment mit einer Fehlfunktion wird dreidimensional und in Abhängigkeit der Atmung in die Richtung geführt, die am leichtesten möglich ist.

 

Viscerale Technik

Diese Technik bewirkt, dass eine vollständige Mobilität des gesamten Organverbundes erreicht wird, was zur Folge hat, dass Funktionsstörungen der Organe verhindert werden.


Craniosacrale Technik

Bei der craniosakralen Technik wird die Beweglichkeit der verschiedenen Schädelknochen untereinander und die Steißbeinbeweglichkeit untersucht und beurteilt.

Fehlfunktionen an den Schädelnähten und Fehlfunktionen des Steißbeins werden  behoben und ein optimaler Craniosacraler Rhythmus wird wieder hergestellt.

Traumabehandlung / Somato Emotional Release Technik (SER)

Traumatische Verletzungen des Somas verursachen häufig Kraftvektoren, die nicht den Regeln der Gelenkmechanik gehorchen. Diese Kraftvektoren sind spezifisch hinsichtlich Geschwindigkeit, Beschleunigung, Rückhaltekräfte, Winkel der Krafteinwirkung und der Blickrichtung während des Unfalls sowie vieler anderer Faktoren. Werden Unfallopfer ausschließlich unter den Gesichtspunkten der normalen Gelenkmechanik untersucht, bleiben viele Aspekte des Hergangs undiagnostiziert und unbehandelt.

Die Kombination von General und Local Listening wird in den Behandlungen dazu benutzt, um traumatische Vektoren zu identifizieren. Die Behandlung erfolgt insbesondere über Unwinding Techniken. Mehrere Schichten von Vektoren können so nacheinander aufgelöst werden.


Emotional Release

Intensive Wiederholung der Behandlung der Thermodiagnostik von J.-P. Barral, der davon ausgehend eine Diagnostik und Behandlungsmethode für Patienten mit psycho-emotionalen Störungen entwickelt hat. Durch ein sanftes und achtsames Vorgehen in der Behandlung, kommt es im weiteren Verlauf der Genesung zur Auflösung zurückgehaltener Trauer, Angst oder weiteren tief liegenden seelischen Verletzungen.

Diese Anwendungen werden sehr gern und erfolgreich begleitend zu Psychotherapeutischen Behandlungen genutzt.


Therapiemethoden und Leistungen Physiotherapie

Es wird darauf hingewiesen, dass laut wissenschaftlichem Beirat der Bundesärztekammer vom August 2009 nach Anhörung der Fachkreise, der Begriff ” Osteopathie ” keine klare Definition besitzt. Dieser Begriff ist offiziell nicht geschützt und besitzt nur bedingt anerkannte Beurteilungen der Wirksamkeit der Osteopathie. Diese sind unter http://www.bundesaerztekammer.de oder   http://www.aerzteblatt.de/archiv/66809/Wissenschaftliche-Bewertung-osteopathischer-Verfahren abrufbar.

 

….Textausschnitte aus Dtsch. Ärzteblatt 2009

 

Es gibt Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede bzgl. befunderhebender Maßnahmen, welche in der Manuellen Medizin, in der „Osteopathie“ und in der Chiropraktik genutzt werden. Dabei fällt auf, dass immerhin etwas mehr als die Hälfte der wichtigsten manuellen Techniken in allen drei genannten Richtungen zur Standardprozedur gehören (10). Verschiedene Verbände (wie die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation e.V. [DGPMR], der Berufsverband der Rehabilitationsärzte Deutschlands e.V. [BvPRM], die Gesellschaft für Manuelle Wirbelsäulen- und Extremitätenbehandlung [MWE], die Schweizer Gesellschaft für Manuelle Medizin [SAMM], das Europäische Forum für Manuelle Medizin [EFOMM] und die Ärztevereinigung für Manuelle Medizin – Ärzteseminar Berlin e.V. [ÄMM]) betrachten die „Osteopathie“ heute als Bestandteil und Erweiterung der Manuellen Medizin (11). Da dieser Begriff in Deutschland klar definiert ist und auch in vielen europäischen Ländern inzwischen rezipiert worden ist, ergibt es Sinn, die osteopathischen Verfahren unter diesem Oberbegriff zusammenzufassen und den eingeführten Begriff „Manuelle Medizin“ nicht durch „osteopathische Medizin“ zu ersetzen.

 

….. Im Rahmen von medizinischen Kooperationsgemeinschaften oder einer engen Zusammenarbeit von Ärzten mit fortgebildeten Physiotherapeuten kann die befunderhebende und therapeutische Vorgehensweise mittels osteopathischer Techniken auch an entsprechend qualifiziertes nicht ärztliches Personal, z. B. entsprechend fortgebildete Physiotherapeuten, delegiert werden, und zwar nach vorausgegangener ärztlicher Differenzialdiagnose und insbesondere nach einer erfolgten Risikoabschätzung in Bezug auf vorgeschädigte Strukturen und mögliche andere therapeutische Notwendigkeiten. …..

 

Feststellungen zur gegenwärtigen rechtlichen Lage

 

…. Physiotherapeuten

Grundsätzlich können osteopathische Verfahren auch von entsprechend qualifizierten Physiotherapeuten angewendet werden. Dies setzt aber eine ärztliche Verordnung voraus. Soweit ein Arzt osteopathische Verfahren delegiert, hat er sich davon zu überzeugen, dass eine entsprechende Qualifikation vorliegt.

– Für Physiotherapeuten gibt es mehrere Möglichkeiten zur Erlangung und Sicherstellung der notwendigen Qualifikation als Voraussetzung für die Erbringung osteopathischer Leistungen. So enthält die Qualifikation „Manuelle Therapie“ (Minimum 260 Stunden) mit einem von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen bestätigtem Curriculum Inhalte osteopathischer Verfahren für Physiotherapeuten.

 

Zusammenfassende Bewertung:

 

Insofern sind „osteopathische Techniken“ in Deutschland bereits der Heilkunde zuzurechnen und können als Bestandteil und Erweiterung der Manuellen Medizin betrachtet werden.

Osteopathische Verfahren werden von Ärzten angewendet und können grundsätzlich auch von diesen verordnet werden.Bestimmte „osteopathische Techniken“ dürfen an entsprechend qualifizierte Physiotherapeuten delegiert werden. Ausgenommen davon sind aufgrund des erhöhten Risikopotenzials Manipulationen mit Impuls an der Wirbelsäule. Die Diagnose und Differenzialdiagnose stehen unter Arztvorbehalt. Für die Delegation ist Voraussetzung, dass der delegierende Arzt die osteopathischen Techniken bzgl. ihrer Indikationen und Kontraindikationen kennt. Für die Delegation von „osteopathischen Techniken“ an Physiotherapeuten ist vom Arzt sicherzustellen, dass Physiotherapeuten in Hinblick auf die osteopathischen Leistungen entsprechend qualifiziert sind. Diese Forderung gilt auch für Ärzte, die osteopathische Techniken selbst anwenden.

 

Anhang

 

Die vorliegende wissenschaftliche Bewertung osteopathischer Verfahren wurde von einem Arbeitskreis des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer erstellt. Von den folgenden Sachverständigen wurden auf Grundlage von systematischen Literaturrecherchen jeweils Gutachten zur Verfügung gestellt und mit dem Arbeitskreis erörtert:

Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch,

FBK Deutsches Institut für Gesundheitsforschung,

Bad Elster

Prof. Dr. med. Ulrich C. Smolenski,

Komm. Direktor des Instituts für Physiotherapie, Jena

 

Diese Gutachten sind im Internet unter www.bundesaerztekammer.de abrufbar.

 

Darüber hinaus wurden die im Folgenden aufgeführten Fachgesellschaften und Verbände angehört:

Ärztevereinigung Manuelle Medizin (ÄMM)/Berliner Akademie für Osteopathische Medizin e.V. (BAOM)

Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V. (BAO)

Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V.

Deutsche Ärzte Gesellschaft für Osteopathie e.V. (dägo)

Deutsch-Amerikanische Akademie für Osteopathie e.V. (DAAO)

Deutsche Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM)

Deutsche Gesellschaft für manuelle Wirbelsäulen- und Extremitätenbehandlung (MWE)

Deutsche Gesellschaft für Muskuloskeletale Medizin e.V. (DGMSM)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC)

Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin (DGOM)

Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (DGPMR)

Deutscher Verband für Physiotherapie – Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten ZVK e.V.

Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD)

Verband Physikalische Therapie VPT e.V.

 

Die schriftlichen Stellungnahmen der oben genannten Fachgesellschaften und Verbände sind im Internet abrufbar. Die in diesen Stellungnahmen enthaltenen Meinungen geben die Auffassung der jeweiligen Fachgesellschaften und Verbände wieder.

  • Physiotherapie nach manual/osteopathischen Techniken
  • Manuelle Therapie
  • Psychologisches Coaching
  • Cranio-Sacrale Technik
  • Fasciale Technik
  • Viszerale Technik
  • Emotional Release Technik (SER)
  • Fascienbehandlung
  • Entspannungsmassage (EmRe)
  • Klassische Massage / BGM
  • Atemtherapie
  • KG Neuro – PNF
  • Sportphysiotherapie
  • Manuelle Reflexzonenmassage
  • Fußreflexzonenmassage
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Atemtechniken und Tiefenentspannung (EmRe)
  • Autogenes Training / Progressive Muskelentspannung n. Jacobsen
  • Schmerztherapien z.B.  Kinesio Tape
  •  Heiße Rolle / Kältetherapie / Wärmetherapie
  • ärztlich verordnete Hausbesuch